Ärzte als OTC-Empfehler sind auch in Österreich ein Thema

Lange Zeit war der Gebietsschutz für viele Apotheken ein Umsatzgarant – mittlerweile kristallisieren sich immer stärker andere Faktoren als Umsatzträger heraus. Dynamic Targeting analysierte die Indikatoren für eine erfolgreiche Apotheke im Detail. Die Ergebnisse zeigen, dass die geographische Lage und die Kaufkraft rund um die Apotheke allein nicht ausschlaggebend sind.
Durch die zunehmenden Drogerien und Online-Versandhändler und somit ansteigende Konkurrenz wird auch im Bereich der Apotheken die Kundenbindung immer wichtiger. Apotheken mit Kundenbindungsmaßnahmen wie Kundenkarten, Newsletter, Instore-TVs, Beratungstischen und vielem mehr verzeichnen stärkere Umsätze als ihre Mitstreiter. Ebenso wirkt sich die online Präsenz einer Apotheke positiv auf den Umsatz aus.
Ein starker Einfluss, der nicht vergessen werden darf, ist der „Frequenzbringer“ Arzt. Das Verschreibungsverhalten der umliegenden Ärzte-Landschaft wirkt sich entsprechend auf die jeweiligen Produktumsätze der Apotheken aus.
Durchschnittliche Anzahl an Ärzten im Umfeld der Apotheken – gereiht nach Apotheken-Jahresumsatz:
> 3 Mio. Euro: 37 Ärzte
2-3 Mio. Euro: 31 Ärzte
< 2 Mio. Euro: 29 Ärzte

Vor allem OTC-affine Ärzte gelten als Umsatztreiber für Apotheken, in dem sie rezeptfreie Empfehlungen mit abgeben. Das Wissen um den beeinflussenden Arzt sowie die Pflege und Integration der Schnittstelle Arzt & Apotheke stellen ein einzigartiges Know-how und damit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar.