Wie kommt die Botschaft beim Arzt an?

Die Tatsache, dass wir in einer Welt zunehmender Reizüberflutung leben, verstärkt den Zwang Informationen stärker zu selektieren und zu filtern. Auch Ärzte sind davon in einem hohen Maße betroffen. Diese Informationsüberflutung erschwert es wiederum Pharmaunternehmen, ihre Werbe- und Produktbotschaften beim verschreibenden Arzt erfolgreich zu platzieren. Die Datenanalysten von Dynamic Targeting setzen sich seit Jahren mit dieser Problematik auseinander. Die Produktbotschaften über den von der Zielgruppe präferierten Kommunikationskanal zu transportieren, sei, so die Marktforscher, dabei das Gebot der Stunde. Die Krux: Viele Pharmaunternehmen fehle schlichtweg das Wissen um die Interessen und Präferenzen ihrer Zielgruppen-Ärzte. So werde oft ein vermeintlich günstigerer Kanal präferiert, der aber – von der Zielgruppe nicht angenommen – am Ende des Tages keine Erfolge bringe. Es gelte: weg von Quantität, hin zu Qualität, Zeit und Potenzial des Kontaktes.

Interessant sei, so Dynamic Targeting, dass viele Ärzte die textuelle Aufbereitung von Informationen immer noch priorisieren. “Nachgeschlagen wird oftmals im Internet”, so Martina Schoen, Marktforscherin bei Dynamic Targeting, “viele Ärzte nutzen diesen Kanal bereits täglich, Krankenhaus-Ärzte stärker als Niedergelassene”. Aber auch der telefonische Zugang sei ein probates Mittel um an Ärzte heranzukommen, analysiert Dynamic Targeting, dabei werde vor allem die kurze und prägnante Übermittlung der Information geschätzt. Auch wenn sich die Kommunikation immer mehr in den online Bereich verlagere, dürfen die klassischen Kanäle nicht unterschätzt werden, warnen die Analysten. Wichtig sei die Personalisierung, aber auch die Wahl der Kommunikationskanäle. “Der Schlüssel zum Erfolg liegt im passenden Kanal zum richtigen Arzt”, so Schoen abschließend.

Martina Schoen ist unter 01/54 600-563, schoen@medizin-medien.at erreichbar.